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Verladestelle Zolleiche Diashow Zustand 08.2008

Strecke Hochscheid - Hinzerath von km 67,8 bis km 72,6
Nach verlassen der Station Hochscheid steigt die Strecke weiter an. Fotomotive findet der Fotograf hier einige. Nötig ist aber immer eine kleine Wanderung um an die guten Stellen zu gelangen. . In Km 70,7 wird die Ladestelle Zolleiche erreicht.  
Holzverladestelle Zolleiche
Wann genau die Ladestelle eingerichtet wurde, lässt sich heute (noch) nicht mehr klären. Beim Bau der Hunsrückhöhenstraße (1938) findet sich ein erster Nachweis auf die Ladestelle. Ansonsten diente die Ladestelle der Forstwirtschaft zur Verladung ihrer Holzprodukte. Vermutlich anfangs des 4 Jahrzehntes wurde Zolleiche zum Bahnhof ausgebaut. Nach dem Krieg wurden die Signale aber wieder schnell entfernt.
Heute finden sich noch das Fundament des Stellwerks und die Signalstandorte.(Einfassungen)

Auch nach Einführung des vereinfachten Nebenbahnbetriebs am 04.10.1953 blieb die Ladestelle erhalten. Die Bedienung erfolgte weiter als Sperrfahrt von den Nachbarbahnhöfen. Im Dez 1953 wurden die beiden Schutzweichen durch Gleissperren ersetzt. Am 26.10.1961 endete dann vorläufig die Geschichte der Verladestelle Zolleiche durch Rückbau aller Weichen. Letztes Relikt aus der Zeit vor 1961 ist das Fundament eines kleinen Unterstandes im Bereich der Zolleiche. Es ist nicht auszuschließen, dass es sich auch mal um eine provisorische Blockstelle handelte.
In den 1980igern benötigte die NATO eine neue Verlademöglichkeit für Container im Bereich Hunsrück. So wurde die Zolleiche wieder reaktiviert. Gebaut wurde eine Ladestraße mit hoher Tragfähigkeit. Das Ladegleis wurde mit Schutzweichen gesichert und um einiges Länger als die ursprüngliche Anlage. Eine Beleuchtungsanlage wurde installiert die mit Hilfe eines Generator betrieben wurde. Die Zufahrt wurde den Bedürfnissen angepasst und verfügt über eine hohe Tragkraft.  Eröffnung war im März 1989 kurz vor der Öffnung der Deutsch Deutschen Grenz. Einziger Grosseinsatz war die Verladung von Munition im ersten Golfkrieg 1991. Bis 1992 wurde die Anlage durch die Militärs genutzt. Aber auch die Forstwirtschaft entdeckte die neue Verlademöglichkeit. So wurden Forstprodukte bis zum Ende des Güterverkehrs auf der Zolleiche verladen. Die Anlage ist noch HEUTE vorhanden.   
Nach verlassen der Zolleiche geht es in einem leichten Gefälle bis zum Bahnhof Hinzerath. Erst kurz vor der Trapeztafel Hinzerath (am Sportplatz) entlässt der dichte Wald die Bahn. In Fahrtrichtung rechts belohnt ein herrlicher Blick den Reisenden.

Einfahrt Ladestelle Zolleiche
im Dezember 2008

Verladung des VT55 auf einen Tieflader in der Ladestelle Zolleiche

Donnerstag, Juli 26, 2012

Die Seite unterstützt haben: Ralf Schimanski